LANGE NACHT DER MUSEEN 2015

Lange Nacht der museen 2015
Lange Nacht der Musen 2015

Der Spielesalon des Österreichischen Spiele Museum lädt zum Besuch der Langen Nacht der Museen von 18 bis 01 Uhr am Samstag, 3. Oktober 2015

Ort: Spielelokal Go7, Mariahilferstrasse 82/2.Stiege/Tür 21
Handy: 0676-5541672
(Beschreibung vom Zugang siehe unten auf dieser Seite: SPIELE KREIS WIEN)

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Spielesalon – Matthias Cramer

Helvetia & Kraftwagen

Beim letzten Mal ging es um unsere Spieleautoren aus Österreich, heute stellen wir euch zwei Spiele eines bekannten deutschen Spieledesigners vor, nämlich Matthias Cramers „Helvetia“ und sein neuestes Werk „Kraftwagen“.

Beides Strategiespiele, unterschieden sie sich doch deutlich im Spieldesign und bieten verschiedenste Möglichkeiten, um an gewinnbringende Siegpunkte zu kommen:

Angelehnt an das Leben in der Schweiz, bauen wir in Helvetia mit Hilfe unserer Dorfbewohner Handwerks- oder Prestigegebäude, mit denen sich Punkte oder Waren produzieren lassen, die wiederrum per Fuhrmann zur Erfüllung von Aufträgen exportiert werden können. Besonders dabei ist die Möglichkeit seine Leute mit den „Singles“ der Mitspieler zu verheiraten, einerseits für eine Mitgift, primär aber zur Erweiterung der Produktionsketten. In Helvetia fängt der frühe Vogel den Wurm, denn nur der Erste in der Käse-, Fleisch- oder Bierproduktion erhält das jeweilige Bonuspunkte-plättchen. Schafft es mindestens ein Spieler bis zum Ende einer Runde auf 20 oder mehr Siegpunke, ist Schluss mit Arbeiten und die erfolgreichste Dorf darf sich in den wohlverdienten Ruhestand treten.

Ganz anders verhält es sich im 19. Jahrhundert in Deutschland, wo wir den Automobilbau der ersten Motorkraftwagen vorantreiben. Über drei Spielphasen verbessern wir per Aktionswahl auf einem Rondel die Motoren und Karosserie unserer Modelle um sie anschließend möglichst teuer zu verkaufen. Dabei gilt es, besonders auf die Produktions-werte seine Mitspieler zu achten, denn diesen möchte man wichtige Käufer abspenstig machen. Für einen erfolgreichen Verkauf gibt es Siegpunkte, je teurer, desto besser, doch erfüllen mehrere ausgestellte Kraftwagen die Nachfrage, wird der vergleichsweise günstigere genommen. Eine ganz andere Möglichkeit, den Sieg einzufahren, sind Grand Prix Rennen, für die es je nach Platzierung Punkte gibt. Abhängig von der Motorstärke des Rennautos eines Spielers und der Auslage der Aktionen kommt es hier oftmals zum erbitterten Wettkampf…

„Kraftwagen“ liegt im Spiele Kreis Wien für euch zum Spielen bereit!

Spielesalon – Österreichische Spieleautoren

Alex & Andi

„Broom Service“, den Preisträger „Kennerspiel des Jahres 2015“ kennt ihr bereits aus unserem Bericht von letzter Woche. Heute geht es hier um seine zwei österreichischen Autoren, die in der Spieleautorenszene längst keine unbeschriebenen Blätter mehr sind.

Andreas Pelikan und Alexander Pfister entwickeln schon seit Jahren diverse Brett- und Kartenspiele, seit 2012 auch in gemeinsamer Sache. In dem Jahr erschien das kleine Familienspiel „Meins!“, das erstmals auf beide Autoren als Team aufmerksam machte.

Mit „Broom Service“, ihrer zweiten Veröffentlichung, gelang ihnen nun der große Durchbruch im internationalen Raum und der nächste potenzielle Spielehit der beiden „Isle of Skye“ steht auch schon in den Startlöchern.

Wir beim österreichischen Spielemuseum wünschen ihnen alles Gute für die kommenden Jahre, in denen wir hoffentlich noch einige Spieleideen dieser erfolgsträchtigen Zusammenarbeit miterleben dürfen.

Spielesalon – (Kenner-)Spiel des Jahres

Broom Service ist Kennerspiel der Jahres 2015

Seit Montag Vormittag wissen wir über die diesjährigen „Spiel des Jahres“ und „Kennerspiel des Jahres“ Gewinner Bescheid. Die Jury hat wie folgt entschieden:

– Spiel des Jahres:   „Colt Express“, Matagot

Auf der Jagd nach fetter Beute wollen wir als Banditen des 19. Jahrhunderts an möglichst viel Geld ran. Einen Zug auszurauben, klingt nach einer guten Idee, jedoch wollen auch die Mitspieler das größte Stück vom Kuchen für sich beanspruchen. In der Folge wird gestohlen, geschossen und geprügelt was das Zeug hält, aber nur bis der Marshal den Waggon betritt. Vor dem flieht selbst der entschlossenste Gesetzlose! Insgesamt sechs Runden haben wir Zeit, uns die Geldbeutel, Edelsteine und Geldkassetten unter den Nagel zu reißen. Der reichste Spieler ist dann der Sieger.

– Kennerspiel des Jahres:   „Broom Service“, Alea Ravensburger

Es ist wieder an der Zeit zu brauen, denn die Kundschaft wartet.  Dieses Mal liefern wir sogar frei Haus! Mit Hilfe von geschicktem Ausspielen unserer Handkarten holen uns über Wurzelsepp & Co. zunächst die nötigen Zutaten und stellen mit ihnen unsere wertvollen Tränke her. Weiter geht’s mit der Auslieferung per Druide für lokale Kunden oder über unseren Hexen-Zustellservice für schwerer zu erreichende Gebiete. Die Bezahlung erfolgt in Form von Siegpunkten. Wer nach sieben Runden die meisten davon hat, gewinnt das Spiel.

Herzliche Gratulation an beide Gewinner und ein besonderes Lob an die österreichischen Spieleautoren Andreas Pelikan & Alexander Pfister für deren tolles Werk!

Spielesalon – Paititi

Walter Schranz mit seinem Spiel Paititi

Heute stellen wir euch das kleine aber feine Kartenspiel „Paititi“ vom langjährigen Spieleautor und Spielekreis Wien Sekretär Walter Schranz vor. Für zwei bis vier Archäologen geht es ans Ausgraben von Inka-Schätzen, die sie anschließend in Ausstellungen präsentieren, um dafür Siegpunkte zu erhalten.

All das geschieht durch taktisches Ausspielen von Handkarten, von denen jede eine Anzahl an Schaufeln und Spitzhacken zeigt. Beides ist notwendig um an die begehrten Schätze zu bergen, unterscheiden sich jedoch ihrer der Spielweise. Während man Karten als Spitzhacken vor sich auslegen muss, werden die Schaufelwerte in der Hand zusammen-addiert, bevor alle Karten auf den Ablagestapel wandern und der verborgene Schatz freigelegt wird.

Neben dieser Aktion stehen dem Zugspieler noch die Beschaffung neuer Handkarten oder die Durchführung einer Ausstellung zur Wahl. Letztere bringt ihm einen Siegpunkt, sowie allen Spielern die Möglichkeit gleiche Sets bestimmter Schatzkarten (je nach Ausstellung) gegen Siegpunkte einzutauschen.

Das Spiel geht solange, bis die Stoppkarte vom Ausstellungsdeck aufgedeckt wird. Ab diesem Zeitpunkt können nur noch zwei Ausstellungen ausgerufen werden. Danach ist Schluss und der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

Paititi überzeugt durch seinen flotten und einfachen Spielablauf, der die Wartezeit zwischen den Zügen auf ein Minimum beschränkt. Es eignet sich daher besonders gut als Familienspiel für Zwischendurch oder als kurzer Abschluss einer längeren Spielerunde. Paititi hält damit, genau was es verspricht und so muss es sein.

Spielesalon – Spiel der Spiele 2015

Spiel der Spiele Mmm!

Letzten Sonntag, am 28.06.2015, wurde der österreichische Spielepreis rund um das „Spiel der Spiele“ vergeben. Dieses Jahr ging der beliebte Titel an „Mmm!“ von Spieleautor Reiner Knizia, erschienen bei Pegasus Spiele.

„Mmm!“ ist ein kooperatives Kinder- und Familienspiel, bei dem 2-4 „Mäuse“ ab 5 Jahren versuchen, Lebensmittel aus der Küche hinauszuschaffen, bevor ihnen die Hauskatze auf die Schliche kommt.

Ihnen stehen dafür drei Würfel zur Verfügung, die zu Beginn jedes Zuges gewürfelt werden. Beliebig viele davon können, aber mindestens einer muss anschließend auf ein freies Lebensmittelfeld gesetzt werden, das dem Würfelergebnis entspricht. Nicht eingesetzte Würfel dürfen neu gewürfelt werden, wobei immer das Risiko besteht,
dass nach einem neuen Wurf kein passendes Setzfeld bleibt.

Wenn das passiert, dürfen die Mäuse nicht nur keine Marker auf die mit Würfel besetzten Felder legen, sondern müssen obendrein noch die Katze ein Feld weiter in Richtung Küche ziehen. Geht hingegen alles gut, kommt ein Mäusemarker auf jedes Feld mit Würfel und die Katze bewegt sich nicht, weil das letzte Feld eines Lebensmittels abgedeckt wurde.
Danach ist der nächste Spieler an der Reihe.

Das Spiel endet, wenn entweder alle Lebensmittel mit Mausmarkern belegt sind, was den Sieg für die Mäuse bedeutet, oder die Katze es bis in die Küche geschafft hat.
Ob Sieg oder Niederlage, „Mmm!“ ist ein kurzweiliger Spaß für die ganze Familie, der auch Spielekennern wärmstens empfohlen werden kann.

Spielesalon – Spiele mit App Integration

Die Alchemisten und XCom

Smartphone & Tablets gehören mittlerweile zum Alltag vieler Menschen,  jedoch (bis dato) nur selten in Kombination mit Brett- oder Kartenspielen. Zwar gibt es bereits eine Unmenge an digitalen Adaptionen dieser Spiele, aber kaum welche führen beide Medien auf direktem Wege zusammen.

Zwei Spiele, denen das sehr gut gelungen ist, sind „Die Alchemisten“ von Czech Games Edition und das noch jüngere „XCOM: The Board Game“ (Fantasy Flight Games), welches auch den diesjährigen Preis der „Griffin Scroll“ verliehen bekommen hat.

Sie zählen zu den ersten ihrer Art, von denen hoffentlich noch einige folgen werden. Denn wo die Möglichkeiten physischer Spiele enden, fangen die der digitalen erst an, und genauso verhält es sich umgekehrt.

Spielesalon – Catan

Catan

Vor 20 Jahren erblickten „Die Siedler von Catan“ erstmals das Licht der Welt.
Damals noch mit Holzteilen bestückt, gewann es 1995 allein in Deutschland den Preis    zum „Spiel des Jahres“, den „deutschen Spiele Preis“, sowie die „Essener Feder“. Seitdem begeistert es Spieler auf der ganzen Welt!

Ob als Brett-, Karten-, Würfel-, oder Computerspiel, „Catan“ ist aus einem Spielerleben nicht mehr wegzudenken. Neben landesweiten Turnierligen findet auch seit 2002 fast jährlich eine Weltmeisterschaft zu Klaus Teubers Meisterwerk statt.

Auch hier in Österreich werden laufend Catan Turniere abgehalten. Erst letztes Wochenende spielten die Top 32 des Landes um den Staatsmeistertitel, der dieses Jahr an Andreas Fehr ging. Wir gratulieren ganz herzlich!

Spielesalon – William Attia

Der französische Verlag „Ystari Games“ ist bekannt für seine cleveren Eurogames, vor allem aber für das in 2005 erschienene „Caylus“, das gleich mehrere Preise und Auszeichnungen erhielt und bis heute in den Top 20 der besten Brettspiele auf Boardgamegeek.com verweilt.

Um dessen Autor, William Attia, wurde es trotz des weltweiten Erfolgs seines Erstlings- werks, spätestens nach dem auf Karten basierten „Caylus Magna Carta“, überraschend ruhig. Mit „Tai Chi Chuan“ (2007) und „Djam“ (2011) bewies er, auch ein Händchen für kurze Familien- und Partyspiele zu haben, jedoch blieb das große Comeback im Vielspielerbereich aus.

Erst in 2013 meldete sich der Spieleautor mit „Spyrium“ zurück, einer gelungenen Mischung aus Kartenspiel und Worker Placement, bei dem sich bekannte Ansätze des „großen Bruders“ wie permanente Geldknappheit und die stark kompetitive Interaktion zwischen den Mitspielern wiederfinden lassen.

Nun bleibt abzuwarten, wann wir erneut von William Attia hören. Aber auch wenn das wieder länger dauern kann, eines wissen wir – es wird sich lohnen.

IMAG4382_1

Spielesalon – Love Letter & Co.

Seiji Kanais kleines Kartenspiel um einen Liebesbrief, den nur die Prinzessin lesen soll, weiß bereits seit seiner Erstveröffentlichung in 2012 durch die Alderac Entertainment Group, die weltweite Spielerschaft mit seiner Schlichtheit zu faszinieren.

Dank seiner kurzen Spieldauer und familienfreundlichen Thema erfreut es sich auch bei den Spielekreis Wien Abenden großer Beliebtheit und wird gerne als „Absackerspiel“ hergenommen.

Inzwischen wurde der clevere Grundmechanismus weiterentwickelt und um weitere Themen wie „Batman“ und „Adventure Time“ ergänzt. Im neuesten Ableger  „Der Hobbit: Kampf um den Arkenstein“ (Pegasus Spiele) schlüpfen wir in die Rollen von Bilbo Beutlin und sein Gefolge um das titelgebende Königsjuwel in unseren Besitz zu bekommen und die meisten Kronen zu erhalten.

Ein kurzweiliger Spaß für Freunde und die ganze Familie!

Love Letter & Co.